Sonntag, Januar 14, 2007

Mups Nr. 5 - Thyson, eine traurige Geschichte

Als ich einen Anfall von Langeweile hatte, war ich in einem Wellensittich-Forum (www.vwfd.de) unterwegs und stolperte dort über eine ganz traurige Geschichte (nachzulesen unter http://www.vwfd-forum.de/viewtopic.php?p=2466012#2466012 und Bilder seht Ihr unter http://www.birds-online.de/aktuell/110wellis/110wellis.htm).

Wie ich dann beim weiteren Nachlesen herausfand, waren schon sehr viele Wellis vermittelt worden, aber immernoch suchten 20 Vögel ein gutes zu Hause. Also habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, dorthin zu mailen und mir einen Vogel zu reservieren. Da unsere Mupse alle im Schnitt 1 Jahr alt sind, empfahl man uns einen ca. 4-6 Monate alten Hahn. Der sollte es dann seni und bei strahlendem Sonnenschein ging es am Samstag Morgen den Rhein Richtung Mannheim. Ich wußte ehrlich gesagt gar nicht, wieviele Burgen es bis Bingen gibt. Um an den Blog von voher anzuknüpfen: wir werden noch viel unternehmen müssen, was Heimatkunde anbelangt.

Beim Tierheim in Mannheim angekommen, führte man uns dann direkt in den Quarantäneraum, wo noch mind. 15 Wellensittiche untergebracht waren. Thyson saß dort zusammen in einem Käfig mit einem Pärchen und noch 2 Welli-Hähnen. Er wurde dann aus dem Käfig geholt, wogegen er sich sehr wehrte, und in die von uns mitgebrachte Transportbox gesetzt. Dort hat er sich recht schnell an der Kolbenhirse zu schaffen gemacht und während der Fahrt davon sehr viel gepickt.

Inzwischen wohnt er in einem Quarantänekäfig in unserem Arbeitszimmer. Morgen gehts dann erstmal zum Tierarzt, um ihn untersuchen zu lassen. Sobald alle Ergebnisse und diese natürlich positiv vorliegen, kommt er sofort zu den anderen, die er die ganze Zeit schon hört. Derzeit versuchen wir das mit Musik zu übertönen, damit es dem Kleinen nicht so schwer fällt.

Besuch und Heimatkunde

Nachdem dann Jens Eltern am 26.12. wieder abgereist sind und ich am 27.12. wieder arbeiten mußte, trudelte dann am 29.12. ein neuer Gast ein. Es war ein ehemaliger "Kamerad und Leidensgenosse" in der Grundausbildung und da er in der Nähe (100 km) zu einer Silvesterfeier eingeladen war, haben wir ihn quasi genötigt, uns doch zu besuchen.

Da Sascha auch sehr an Kunst und Geschichte (Kunstgeschichte???) interessiert ist, sind wir mit ihm dann zur Kirche nach Lonnig gefahren. Das Besondere an dieser Kirche ist folgendes: Der Turm ist im rheinischen Übergangsstil aus dem 13. Jahrhundert. Von Springiersbach aus wurde hier 1128 ein reguliertes Augustinerchorherrenstift gegründet, das aber 1326 nach Mayen verlegt wurde. Reste der romanischen Stiftskirche (Turm und Chor) fanden in dem von Johann Claudius von Lassaulx errichteten Neubau im 19. Jahrhundert Verwendung. So wurden hier mehrere Stilepochen vereint.


Weiter ging es dann wieder zurück über die Mosel nach Alken, den Berg rauf zur Burg Thurant. Für 3 EUR bzw. 2 EUR für Studenten haben wir uns das alte Gemäuer angesehen und konnten sogar ein echtes Skelett von damals im Kerker liegen sehen.

Weihnachten 2006

Nachdem wir uns ja inzwischen gut eingelebt haben in unserer bescheidenen Hütte, war es an der Zeit, auch mal Jens Eltern, die über 600 km weit entfernt wohnen, einzuladen. Und da sich unsere Eltern beide noch nicht kannten, was gab es da besseres, als dafür Weihnachten zu nutzen?

Jens hat ja zum 01.10.2006 seine "Ausbildung" zum Wirtschaftsinformatiker begonnen und war bis 21.12.2006 erstmal ziemlich mit Klausuren eingespannt, also nicht wirklich eine große Hilfe und am 22.12. sollten auch schon seine Eltern eintreffen. Das konnte also nur in Stress ausarten. Aber wir haben es hinbekommen und sogar noch, dank unseres Nachbarn, einen wunderschönen Baum erstehen können, den wir dann gemeinsam geschmückt haben. Das ganze beschränkte sich auf Rot-Silber und noch ein paar Strohsterne. Auf echte Kerzen müssen wir aufgrund unserer fliegenden Mitbewohner verzichten, wobei er auch mit künstlichen Kerzen wunderschön war.

Fertig sah das ganze dann so aus:


Natürlich durfte eine Krippe auch nicht fehlen, schlicht, einfach, modern. So waren wir bestens gerüstet für den heiligen Abend.









Weil es am unkompliziertesten ist, haben wir uns für Raclette entschieden. Man sitzt gemeinsam lange am Tisch, kann sich mit der Zubereitung des Essens beschäftigen, sich unterhalten und für die Zusammenführung unserer Eltern sicherlich auch das einfachste.
So sah dann unsere Tafel aus:

Die Einzige, die das ganze ziemlich gelassen nahm, war Mascha - die legte sich unter den Weihnachtsbaum und hatte mit allem nichts zu tun.

Mittwoch, Januar 10, 2007

Happy New Year

Bedingt durch Umzug, verbunden mit Stress, etc. hatten wir leider nicht wirklich die Zeit, unseren Blog auf dem Laufenden zu halten. Das wollen wir aber jetzt nachholen, versprochen.

Wir wünschen allen Lesern und Betrachtern unseres Blogs auf diesem Weg ein gesundes, glückliches, erholsames neues Jahr.

Jens & Jeannine